Region Lima

Regionaltreffen der Region Lima in Ica

Am 29. und 30. Mai 2015 fand zum ersten Mal ein großes Partnerschaftstreffen der Region Lima in Ica statt, wo über 107 Delegierte aus 30 Partnergemeinden, einem Verband und mehreren Institutionen aus den Diözesen Chosica, Lurin, Callao, Cañete, Huacho, Lima und Ica teilnahmen. Unter den Teilnehmern befand sich auch Mons. Héctor Vera, der Bischof aus Ica, Humberto Ortiz der Sekretär der Sozialkommission der Bischofskonferenz CEAS und Jürgen Huber, der Sekretär des Consejo Nacional der Partnerschaft. Das Treffen fand im Bildungshaus „Francisco Ruben Berroa y Bernedo“ neben dem Priesterseminar der Diözese Ica statt.

Bei der Begrüßung kommentierte der Bischof von Ica, wie sehr er sich freute, dass die Partnerschaftsdelegierten aus der Region Lima über 5 Stunden Fahrtweg auf sich nahmen, um an diesem Partnerschaftstreffen teilzunehmen.

„Als Zeugen Jesu miteinander eintreten für eine gerechte Welt“ So heißt das Jahresthema der Partnerschaft und Mons. Hector meinte, dass es gerade in der heutigen Zeit wichtig sei, solidarisch und brüderlich für die Ärmsten einzusetzen und die Partnerschaftskontakte zu stärken. Gerade als Nachfolger von Christus wäre es notwendig, sich engagiert für eine gerechte Welt einzusetzen, aber eben als Gemeinschaft, die Beispiel für andere gibt.

Jürgen Huber informierte über die Veränderungen in der Erzdiözese Freiburg, wo es ja seit 2014 mit Stephan Burger einen neuen Erzbischof gibt, der Ende Juni 2016 zu den Feierlichkeiten des 30jährigen Partnerschaftsjubiläums nach Peru kommen wird. Im Jahre 2015 haben sich viele Seelsorgeeinheiten in Freiburg vergrössert und so gibt es einen Pfarrer, der manchmal bis zu 14 Gemeinden betreut. Gerade diese Situation hat vor allem Bischof Vera beeindruckt, aber er kommentierte, dass es auch seine Diözese unter Priestermangel lautet, so sei P. Italo gleich für 04 Pfarreien in Ica zuständig und er als Bischof muss manchmal Tätigkeiten eines Priesters übernehmen, weil ihm kaum Pfarrer zur Verfügung stehen.

Jürgen Huber gab auch Informationen zum Reflektionsprozess “Partnerschaft: Gestern, heute und morgen: Reflektion über die Partnerschaft”

Im Rahmen des Jahresthemas der Partnerschaft 2015 sollen die Partnerschaftskontakt sich Gedanken machen, wie sie die Dimensionen der Spiritualität, Kommunikation, Solidarität und Organisation stärken können und wie sie die Partnerschaftskontakte attraktiver und nachhaltiger gestalten können, gerade auch im Hinblick auf die Jugendlichen und andere Akteure in ihren Orten. Zweifellos trägt gerade die Arbeit für den Umweltschutz dazu bei und auch sollte man die Enzyklika vom Papst ausnützen, um diese Partnerschaftsarbeit noch mehr zu stärken.

Bei der Gruppenarbeit stellten die Delegierten ihre Projekte vor, die sie in den letzten Jahren entwickelt haben, wie Gesundheitszentren, Volksküchen, ökologische Projekte (wie biologische Gärten, Anbau von Grünanlagen, etc.), Jugendarbeit in Bibliotheken, Schulen und Gemeinden, Menschenrechtsarbeit und Freiwilligenarbeit. Aber man war sich auch bewusst, dass es immer noch Probleme gibt, wenn ein Pfarrer wechselt oder wenn ein Pfarrer nicht versteht, worum es bei Partnerschaft geht. Es muss noch transparenter in den Gemeinden zugehen, vor allem auch wenn es sich um Partnerschaftsprojekte handelt. Es gab in einigen Gemeinden erfreuliche Fortschritte bei der Zusammenarbeit mit den Kommunen, gerade beim Presupuesto participativo (Haushalt mit Beteiligung der Bevölkerung), so hat man es in Pisco geschafft, kirchliche Gebäude aufzubauen, die sonst nicht finanzierbar gewesen wären. Man machte sich auch Gedanken, wie man die Jugendlichen noch mehr miteinbeziehen kann, damit sie aktiver bei der Partnerschaftsarbeit in den Gemeinden mitmachen. Gerade bei der Aufarbeitung dieser Ergebnisse der Gruppenarbeit half Humberto Ortiz von CEAS.

Jürgen Huber bedankte sich am Schluss des beeindruckenden Partnerschaftstreffen in Ica vor allem bei Bischof Mons. Héctor Vera, P. Italo Mortola und Enrique Candela im Namen des gesamten Diözesanteam, denn alle 6 Partnergemeinden aus Ica, Chincha und Pisco haben seit vielen Monaten hier aktiv mitgearbeitet, gerade auch die Finanzierung aber auch die logistische Organisation dieses Treffen war nicht einfach. Seit 2009 treffen sich die Delegierten der Partnergemeinden aus Ica regelmässig, um sich über die Partnerschaftserfahrungen auszutauschen.

Das nächste Regionaltreffen wird am 27. und 28. Mai 2016 in der Erzdiözese Lima sein und dieses wird gleichzeitig als Vorbereitung für die Jubiläumsfeierlichkeiten am 1. und 2. Juli 2016 in der Diözese Lurín genützt werden.

 

Jürgen Huber, Partnerschaftsbüro Lima, Juni 2015

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